Toller All-in-Urlaub, der nur wenig zu wünschen übrig lässt

Im Februar diesen Jahres, exakt zur Karnevalszeit, bin ich für eine Woche nach Fuerteventura der Kälte entflohen. Unser Urlaub führte uns in den Südosten der Insel, in die Region Esquinzo / Butihondo. Unser Hotel war das 4*-Hotel Ambar Beach.

 Obwohl eigentlich in der Kürze die Würze liegt, führe ich meinen Bericht lieber ausführlicher aus ;-)

 

Hier einige Eindrücke, Erfahrungen und Tipps:

 

Buchung

Die Reise haben wir im Reisebüro gebucht. Der Veranstalter war 1-2-fly, gehört also zu TUI. Der Service vor Ort war ganz ok aber nicht so kompetent wie der originale TUI-Service, den wir im letzten Sommer auf Mallorca im Grupotel Montecarlo in Can Picafort (s. Bewertung auf ciao) kennenlernen durften!

Anhand des Reisekataloges und Hotelbewertungen auf holidaycheck.com fiel die Auswahl auf das gut bis sehr gut beschriebene und bewertete 4*-Hotel Ambar Beach im Südosten der Insel im Gebiet Playas de Jandia. Ausschlaggebend war für uns darüber hinaus, dass es weder Club- noch Partycharakter haben sollte! Einfach ein Entspannungsurlaub mit viel Sonne.

 

Kurze Info über Fuerteventura

Fuerteventura gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt im Atlantischen Ozean westlich der afrikanischen/marokkanischen Küste. Mit etwa 120 Kilometern Länge und etwa 30-40 Kilometern max. Breite ist sie auf den ersten Blick recht überschaubar, ist aber nach Teneriffa die zweitgrößte Insel. Doch die Vielfalt der Vegetationsformen, die man auf dem Weg quer über die Insel zu sehen bekommt, zeigt eine Insel mit mehreren Gesichtern. Dominierend auf der Insel ist jedoch der schroffe Vulkancharakter und der stets sehr starke Wind, der der Insel auch ihren Namen verlieh.

Das Klima der Insel lässt sich als „ewiger Frühling“ zusammenfassen. Im „Winter“ (also unsere Reisezeit über Karneval) liegen die Temperaturen um 20 °C und es ist Regensaison. Im Sommer klettern die Temperaturen auf 30 °C und mehr, Regen ist quasi nicht zu erwarten.

 

Die Insel ist wie alle kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs, doch seien die vulkanischen Aktivitäten gänzlich erloschen, lediglich Lanzarote sei noch aktiv.

Auf Fuerteventura leben etwa 100.000 Menschen (Majoreros genannt), die zu fast 90 % in oder für die Tourisbranche arbeiten.

Die Insel ist aufgeteilt in sechs Gemeinden und besitzt eher dörflichen Charakter. Richtige Städte, wie wir sie kennen, gibt es nicht. Viel mehr Häuseransammlungen, die sich zu Ortschaften zusammenfassen lassen.

Fuerteventura gehört mit Lanzarote und Gran Canaria zur spanischen Provinz Las Palmas.

 

Wegen ihres sehr angenehmen Winterklimas „überwintern“ im Süden speziell viel ältere Deutsche! So kann es vorkommen, dass der Altersschnitt schnell auf 60 + steigen. Für junge und ruhesuchende Leute stellt das aber kein Hindernis dar, denn das bedeutet angenehme Ruhezeiten. Spätestens beim Essen, wenn man sich einen Tisch teilt, kommt man dann ins Gespräch und verbringt miteinander lustige Stunden, denn die „Geschichten der Alten“, sind auch immer hörenswert!

So wird man in der Regel überall auf Deutsch angesprochen wird. Möchte man aber mit einigen Brocken Spanisch angeben, erntet man eher komische Blicke.

 

Das einzig befremdliche auf der Insel ist die Begrünung der Wüste! Unvorstellbar, wie viel Wasser zur Begrünung der Bracheflächen und Versorgung der Hotels ver(sch)wendet wird. Die einzige Wasserversorgung stelle sehr tiefe Grundwasserbrunnen oder Meerwasserentsalzungsanlagen dar.

 

Anreise

Vom Flughafen Düsseldorf ging es Samstagvormittag los. Auf dem etwa vierstündigen Hinflug in einer sehr modernen Boeing 737-800 war außerdem eine sehr überzeugende Verpflegung enthalten. Zur Mittagszeit gab es ein vegetarisches Nudelmenü, sowie eines mit Gulasch, Spätzle und Rotkohl (schön heiß und sehr schmackhaft!). Beide nebst Laugenbrötchen (leider von der Kühlung noch kalt), Joghurt und einem Stück Kirschkuchen. Zum Mittagessen gab es zwei Getränke nach Wahl, sowie eine Stunde vor Landung.

Gegen Nachmittag landete die Maschine auf dem Flughafen in der Hauptstadt der Insel Puerto del Rosario im Nordosten.
 Mit einem sehr bequemen und klimatisierten TUI-Bus ging es dann auf die fast 70 km lange Hotelanreise. Das, was Puerto del Rosario und der Weg zum Hotel als Aussicht boten, wurde uns später sehr treffend so zusammengefasst: „Die zwei absolut hässlichsten und abschreckendsten Dinge der Insel sind die Hauptstadt und der Weg zu den Hotels entlang der östlichen Schnellstraße.“ Alle anderen Eindrücke der Insel stellten sich als sehr beeindruckend heraus! Der erste Schock aber saß tief, zumal man schon lange auf den Beinen war und erst gegen 20 Uhr das eigene Hotel erreichte, nachdem zunächst alle anderen auf dem Weg angefahren wurden.

 

Das Hotel

Das Hotel Ambar Beach bietet als 4*-Hotel mit ausschließlich All-In bzw. Vollpension ein solides und überzeugendes Erholungspotential.

 

Lage, Anbindung und Strand

Das Hotel liegt auf der südöstlichen Halbinsel von Jandia in leichter Hanglage. Die Zimmer im Apartmentstyl sind terrassenförmig angelegt. Über einen leicht steilen aber befestigten Weg erreicht man den etwa 300 m entfernten Strand „Playa de Butihondo" innerhalb weniger Gehminuten. Festes Schuhwerk wäre empfohlen, aber der Extremtest mit Flipflops war dennoch gut zu meistern.

Der Strand selbst gehört zu den schönsten der Kanarischen Inseln und ermöglicht bei Ebbe Spaziergänge bis zu den Nachbarorten, z.B. dem 5 km entfernten Ort Jandia. Auch bei Flut kann den Weg meistern doch stellenweise nur über größere Steine, was sicher als weniger angenehm herausstelle (so die übereinstimmenden Meinungen von Mitreisenden und dem Hotelpersonal).

 

Auch die Anbindung an die inseleigene Linienbusverbindung ist sehr gut, erfordert aber etwas Beinarbeit. Zwar liegen die Haltestellen Richtung Süden, wie Norden nur 100 m Luftlinie vom Hotel entfernt doch ist sie mittels Abkürzung über einen sehr holprigen Trampelpfad und einem Höhenunterschied von gut 15 Metern oder einem deutlichen Umweg entlang der befestigten Straße erst möglich.
Die Preise sind sehr günstig. Die 15 minütige Fahrt nach Jandia kostet p.P. nur 1,30 €, ins nördliche Tarajalejo beträgt der Preis etwa 2,70 €.
Neben Bussen kann man auch auf das Taxi zurückgreifen. Nach Jandia muss man 10,50 € „alleine“ im Taxi veranschlagen, im Großraumtaxi mit 8 Personen nur noch etwa 1,50 € - die Masse macht’s.

 

Wer gänzlich unabhängig sein möchte, kann sich auch ein Leihauto mieten. Ab 39 € pro Tag kann man dann die Insel auf eigene Faust erkunden. Für diejenigen, die zum ersten Mal auf die Insel kommen, empfehle ich aber erst geführte Touren mitzumachen. Hier wird man von orts- und fachkundigen Guides direkt an die schönen Orte und ins Leben der Einheimischen geführt. Kennt man die Insel schon und weiß wo man hin möchte, ist ein Leihwagen die Option!

Allgemein

- ca. 180 Zimmer

- 2 Außenpools für Schwimmer ( 1,5m Tiefe), einer davon mit Whirlpool-Zone

- 1 Außenpool für Kinder mit Rutsche und Wasserspiel

- beheizbares Hallenbad, Whirlpool

- 2 Saunen und Türkisches Bad

- Sonnenterrasse am Pool mit reichlich Liegen und Sonnenschirm (immer war ein schönes Plätzchen frei)

- Kinderspielplatz

- Indoor-Squashhalle und Tischtennisplatten

- Outdoor Multifunktionssportplatz (Soccer, etc. )

- Fitnessbereich (mit Ergometern, Steppern, etc. )

- Wellnessbereich (Massagen und Anwendungen gegen Aufpreis)

- Animation für Groß und Klein: Bogenschießen, Soccerturnier, Boccia, Tanzen, …

- Internet gegen recht hohe Gebühr (1 Stunde 5 €): WLAN im gesamten Hotelkomplex (auch auf den Zimmern), PCs im Eingangsbereich

- täglich 1 Stunde Arztsprechstunde (gegen Gebühr)

- Konferenzraum

- Aufenthaltsraum mit Büchern, Zeitungen und Fernseher (auch deutsche Sender)

- Sitzecken überall (sehr gemütlich)

- kleiner Supermarkt und Souvenirhop (zwar bequem aber preislich überzogen)

- Wäschereiservice

- Pool-Bar, Snack-Bar und Disco-Bar (Getränke waren all-in, bis auf wenige Cocktails, die nur 2 € zusätzlich kosteten)

- 4 behindertengerechte Zimmer sowie Aufzüge

Das Zimmer

Bei der Buchung haben wir den Wunsch auf ein ruhiges Zimmer in der oberen Etage geäußert, bekamen leider wegen der hohen Auslastung des Hotels eines im Ergeschoss. Wie sich nachher zeigte, waren alle Zimmer sehr ruhig gelegen. Unterhalb des Pools, den Hang hinunter, windet sich ein schön angelegter Gehweg, der zu den Zimmern führt. Die Zimmereingänge liegen in kleinen Eingangshallen, die vom Weg zugängig sind.

Mit der Zimmerschlüsselkarte hat man zudem den Schlüssel, um den Ausgang zum Strandweg zu benutzen. Die Karte sollte also immer mitgeführt werden!

Zimmer-Ausstattung

Das Zimmer bietet einen sehr guten Standard. Es ist ein großer Spiegel-Schiebetürenschrank mit integriertem großen Safe (2 €/Tag Mietgebühr) enthalten, darüber hinaus Doppelbett (leider sehr laut knarksend beim Bewegen), Klimaanlage (in 3 Stufen regelbar, ohne Störung, schnelle Klimatisierung - TOP), Fernseher mit spanischem und deutschen Programm (ARD, ZDF, RTL, Sat1, … - Bild leider mit Schneetreiben aber Techniker sind schnell vor Ort!!), Sofa, Tisch (mit Kühlschrank), Terrasse mit Tisch und Stühlen.

Die Terrasse selbst ist zu den Nachbarterrassen mit Wänden blickdicht abgetrennt und liegt in Richtung Fußweg und bietet teilweise sogar etwas Meerblick. Unser Zimmer (4108) lag etwas seitlich zum Weg, also auch hier wenig einsehbar!

 

Wie man sieht, ist das Zimmer sehr gut ausgestattet. Doch leider etwas hellhörig. Zwar kann man nicht jedes Wort von nebenan hören, doch Fernsehergeräusche, Toilettenspülung (s. Unterpunkt Bad) und zuschlagende Zimmertüren schreckten einen in der ersten Nacht schnell auf. Hat man sich daran gewöhnt, fiel es weniger auf! Meine vorsorglichen Ohropax habe ich nur 2 mal genutzt.

Bad

Absolut überzeugt hat uns auch das Bad. Neben Wanne mit integrierter Dusche, hatten wir auch eine schöne Duschkabine. Der Spiegel ist sehr groß und für Schminkgelüste der Damen gut geeignet ;-)

Einziger Wehrmutstropfen ist die Toilettenspülung. Zwar klingt sie ohrenbetäubend-kraftvoll wie die Niagarafälle leistet aber nicht mehr als ein kleiner Gebirgsbach mit wenig Gefälle. Wenn man nicht dran gewöhnt ist, erschrickt man nachts schon mal vom Spülgeräusch.

 

Ordnung und Sauberkeit

Der Zimmerservice kommt fast täglich, außer sonntags und mittwochs. Die Betten werden akkurat gemacht und die Handtücher phantasievoll gefaltet: Schmetterling oder z.B. in Herzform zum Valentinstag, der mitten in unsere Urlaubswoche fiel. Wie in südlichen Ländern üblich, dienen als Decken einfache Laken. Wer frieren sollte, findet im Schrank Wolldecken (eine hat leider etwas muffig gerochen aber an der Rezeption bekommt man sicher ein frisches). Sowohl das Hotel, als auch die Zimmer werden nass durchgewischt (überall Stein-Fußboden), die Bäder penibel gereinigt, die Toiletten desinfiziert und gut gelüftet. Auch bei Blicken in die Ecken kein Schimmel. Etwas Kalk an den Armaturen ist absolut legitim, sowie einige Abnutzungserscheinungen am Holz und den Türen.

 

An den Tagen des Zimmerservice wurden auch die Handtücher gewechselt. Bei zusätzlichem Bedarf konnte man sich an der Rezeption gegen Reinigungsgebühr von 1 € ein zusätzliches Handtuch besorgen. Pool-Handtücher konnte man für 12 Euro erhalten, wobei 10 € Pfand und 2 € - Reinigungsgebühr den Preis bildeten.

 

Auch der Pool erfährt nahezu täglich eine aufwändige Reinigungsprozedur. Mit einem Wassersauger werden Boden und Wände gereinigt. Mitarbeiter checken Chlorgehalt und pH-Wert und fischen „Treibgut“ wie Blätter umgehend aus dem Wasser.

Personal

Beim der Freundlichkeit des Personals waren wir leider enttäuscht. Die Rezeptionisten waren immer super freundlich, beherrschten etliche Sprachen fließend und waren sehr „umsorgend“, wenn man Fragen oder Anmerkungen hatte. So kam in kürzester Zeit ein Techniker zu uns ins Zimmer, da unser Fernsehempfang ziemlich schlecht war.

Das Personal beim Essen allerdings grüßte in der Regel nicht und erschien sehr gestresst. Im Akkord wurden leer gegessene Teller vom Tisch genommen, das einen manchmal erschrecken ließ, weil man nicht damit gerechnet hat. Zudem fielen im Minutentakt Bestecke oder Gläser von den Rollwägen, was eine unruhige Atmosphäre verschuldete! Hier ist gewiss Verbesserungspotential!

Positiv fiel uns hingegen der Einsatz des Hotelchefs auf. Er war sich für keine Arbeit zu gut, half beim Essen mit, unterstützte das Personal an den Bars oder kümmerte sich mit um die Hotelgäste an der Rezeption! Das nenne ich vorbildlich!

Essen

Das Hotel Ambar Beach bietet als ausschließlich All-inclusive-Hotel reichhaltige Frühstücks-, Mittag- und Abendessenbuffets. Zur Kaffeezeit zwischen 17 und 18 Uhr öffnet die Snack-Bar (Kaffee, Hot-Dogs, Plätzchen und andere Kleinigkeiten).

Die Buffets gliedern sich in Warm-, Kalt- und Desserttheken. Es gibt Getränkestationen, an denen man sich die gängigen Softdrinks und sogar Bier und Wein (Rot-, Weiß- und Rosewein) selber „zapfen“ kann.

Das Mittagessen, wie auch Abendessen variierten ihr Programm, doch erkennt nach wenigen Tagen ein Schema. Für jeden Geschmack ist aber genügend dabei gewesen, sei es Fleisch, Fisch oder Gemüse und Beilagen! Zudem wurden viele inseltypische Gerichte und Komponenten mit eingeflochten wir Fischgerichte, Ziegenprodukte, etc.

Störend beim Essen war das herumwuselnde Personal und das lange anstehen an der Warmtheke, da man diese in der Regel nur von einer Seite ansteuern kann. Die Kalt- und Desserttheke hingegen steht mittig im Raum uns ist von jeder Seite her zugängig!

Frühstück

An der Warmtheke gibt es täglich im Grunde die gleiche Auswahl: gebratener Speck, Rührei, gekochte Eier, Spiegeleier (auch double-sided), gebratenes Gemüse, Würstchen, Pfannekuchen (leider einmal mit saurem Teig : -( )Churros, Schokocreme, Dicke Bohnen, Croissants (auch mit Schokolade und Vanillepudding gefüllt).

Auf einem separaten Tisch gab es frische Brötchen und Baguette (Vollkorn und normal) zum Selberschneiden.

An der Kalttheke reichte das Angebot von Tomaten, Gurken, Frischkäse, Frischobst (Äpfel, Birnen, Orangen, Melone, …), Quark (natur, Erdbeer, und variierende Sorten), Aufschnitt (Salami, lokale Wurstspezialitäten mit Oliven, Salami, Streichwurst, mind. 2 Sorten Käse, sogar auch lokaler Ziegenkäse), Müsli, Honig, Marmeladen, etc.

Als Getränke wurden Orangensaft, Mangosaft, Mild (Voll- und fettarme Milch), Kaffee (Filterkaffee, Automatenkaffee der leider nicht sehr meinem Geschmack entsprach, da er zu sehr nach löslichem Kaffee schmeckte), Tomatensaft und ein ganz toller, recht saurer und bitterer Limettensaft (für mich der perfekte Start in den Morgen!!).

Mittagessen

An der Warmtheke gab es Suppe, Braten (Schwein, Rind), Gulasch (mal von der Ziege, mal vom Kaninchen - beides extrem schmackhaft und einen Versuch wert; leider hoher Knochenanteil aber an einem Kaninchen ist ja nicht allzu viel dran), Gemüsepfannen, Paella, zahlreiche Fischgerichte (ganze gegrillte Fische, Filets (Seehecht, Lachs, … in Tomaten-, Kräutersauce, frittiert, Tintenfischringe…)), Kartoffeln (kleiner Tipp die regionalen „Schrumpelkartoffeln“, die mit viel Salz angemacht werden), Blumenkohl, Rosenkohl, Hähnchenschenkel, Frikadellen, Nudeln (Aufläufe, Spaghetti, Lasagne, …), usw. usw. usw.

An der Kalttheke kann mich einen reichhaltigen Salatteller zusammenstellen aus: Blattsalaten, Krautsalat, Tomaten, Gurken, in Kümmelöl eingelegte Käsewürfel, Ziegenkäse (leider nicht immer), Oliven (schwarze und grüne), bereits angemachte Salate (mit Fisch, Gemüse, Käse, etc. ) und Dressings, Ölen und verschiedenen Essigsorten.

 

Als Dessert gab es, wie für Spanien typisch, kleine Kuchen, Törtchen und andere Süßspeisen wie Eis (Vanille, Schoko, Karamell, Erdbeer - die Abdeckhauben waren leider immer schnell verschmiert mit geschmolzenem Eis), Frischobst, Wackelpudding, etc.

Abendessen

Das Abendbuffet lässt wie das Mittagsbuffet beschreiben. Oft wurden auch Komponenten des Mittagessens wiederverwendet, was ich absolut gutheiße! Nichts ist mir unangenehmer im Urlaub, als zu wissen, dass die Reste auf dem Müll landen (bei verderblichen Waren verstehe ich das allerdings!). So wurde Reis in der Paella, Nudeln im Auflauf, … eine zweite Chance gewährt!

 

Absolutes Highlight war für uns der Valentinstag! Nicht nur, dass die Handtücher in Herzform gefaltet wurden und jeder ein Schokoherz auf dem Kopfkissen liegen hatte, sondern auch, weil das Abendessen ganz unter dem Liebesmotto stand!
Am Eingang zum Essenssaal wurde man mit Sekt begrüßt, im Essenssaal war das Licht gedimmt, Kerzen leuchteten auf den Tischen und Herzluftballons zierten den Flur!
 Auch das Buffet wurde extrem aufgewertet: Scampi zum Pulen, Scampi in Seezungenfilet gerollt, zarte Hühnerbruststreifen in Frittierteig, Seehecht vom Grill, … . Zum Nachtisch lud wieder ein reichhaltiges Buffet ein, diesmal mit einer großen herzförmigen Torte und warmer, gebackener Banane in Ron Miel (Rum-Honig, eine lokale Spezialität).

Animation

Das Hotel bot ein täglich wechselndes und professionelles Programm. Morgens angefangen mit Gymnastik, Walken am Strand, Spiele, Tourniere oder auch unterhaltsames Abendprogramm mit Karaoke, Livemusik, Shows etc.

Für den Valentinstag hat sich die Animationscrew auch etwas Besonderes einfallen lassen. Es wurden 4 Paare, darunter auch wir, auf die Bühne geholt von niemand geringerem als Amor höchst persönlich :D Dafür hat sich einer der Animateure sehr in Schale geworfen :D
 Die Paare mussten dann unterschiedliche Aufgaben erfüllen und durften dann in einen Geschenkebeutel greifen, der schon einige Kuriositäten bot. Ein Paar zog ein Set bestehend aus Peitsche und Handschellen heraus. Die Stimmung war extrem gut im Saal!

Sicherheit

Das Hotel ist teils videoüberwacht, verfügt über einen hohen und umlaufenden Zaun. Für den Weg zum Strand kann man ein Tor nur mittels Zimmerkarte öffnen und die Zimmer besitzen alle einen Safe.

Auch in den Nachbarorten, auf dem afrikanischen Markt, etc. kann man sich trotz großem Personenaufkommen ganz frei und sicher bewegen. Wir haben von niemandem gehört, dass es Taschendiebstähle gibt. Dafür waren auch an einigen Stellen Polizisten, die Streife liefen oder fuhren.

Einkaufen und Ortserkundung

Unser Ort besteht eigentlich nur aus Hotelanlagen und Wohnungen (Ferienwohnungen und welche für Hotelangestellte). Wenige Gehminuten entfernt gibt es eine Apotheke, einen Mini-SPAR-Markt, der ein überraschend großes Sortiment hatte zu absolut normalen Preisen (Getränke, Knabbereien, Brot, Kühlung, Haushaltsartikel, …). Daneben liegt ein kleiner Souvenir-Shop mit den üblichen Preisen für Postkarten und Co.

Eine deutliche größere Auswahl und Preisspanne bietet hingegen Jandia. Entlang der Promenade reiht sich ein Geschäft an das nächste (s. Ausflüge/Nachbarstadt Jandia).

Kurioses

Eine gaaaaanz wichtige Info für alle Postkarten-Schreiber: Auf Fuerteventura gibt es 3 Postunternehmen. Jedes Unternehmen verkauft eigene Briefmarken und betreibt eigene Briefkästen. Wirft man nun eine Karte mit Briefmarke des Unternehmens A in den Briefkasten von Unternehmen B oder C, kann es vorkommen, dass die Karte in der Ablage Rundordner verschwindet und die Urlaubsgrüße nie ihr Ziel erreichen!
 Also: Hotels verkaufen Briefmarken und nehmen Postkarten an, so bleibt alles bei einem Postunternehmen oder man achtet peinlichst genau darauf, welchen Briefkasten man nutzt!

Ausflüge

Unser Urlaub sollte in erster Linie der Entspannung dienen doch immer nur am Pool zu liegen ist auch langweilig. Im Vorfeld haben wir uns über Fuerteventura erkundigt, Bekannte förmlich ausgequetscht, die schon einmal dort gewesen sind und Reiseführer gewälzt.

Ziele, die wir uns vorgenommen haben waren der Besuch des Tierpakrs „Oasis-Park“ in La Lajita (30 km nördlich) und die Nachbarstadt Jandia.

Ein Aspekt, der uns immer wieder positiv aufgefallen ist, ist die enorme Sauberkeit, egal wo man hinkommt. Gehwege, Grünanlagen, Fußböden, Strände, … alles wird penibel sauber und ordentlich gehalten!

Tagesausflug Oasis-Park

Laut Internet kostet der Eintritt pro Person 25 €, Kinder zahlen etwa die Hälfte. Zu unserer Reisezeit gab es aber ein sehr verlockendes Angebot: die zweite Person zahlt nur die Hälfte. Wer dann noch einmal sparen will, der kauft die Eintrittskarte (ausgestellt unabhängig vom Einlösetag) im Hotel und spart pro Person zusätzlich 1 € à 24 € + 12 €.

Der Transfer zum Park gestaltete sich äußerst perfekt! Zum einen kostet die Busfahrt, in extra für den Park organisierten Bussen, kein Geld (Spenden werden dann natürlich gerne gesehen) und die Busse fuhren direkt vor die Hoteltüren. VORSICHT: Die Busse haben zwar feste Zeiten, zu denen sie die Hotels anfahren, doch wenn man nicht pünktlich oder schnell genug draußen ist, ist der Bus weg. Dies ist für diejenigen zu verschmerzen, die den frühen Bus nehmen wollten, denn eine Stunde später fährt der zweite und letzte Hin-Bus. Kollektive Rückfahrt ist um 17 Uhr und die Hotels werden auch dann wieder angefahren.

 

Unter www.fuerteventuraoasispark.com findet man alle nützlichen Infos rund um den Park, die Tiershows, etc. Ein Erlebnis ist auch das optional angebotene Kamelreiten entlang der Küste auf einen Berg. Für 10 € pro Person (Kinder zahlen auch hier weniger) wird man in einer Kamelkarawane bergauf und bergab ordentlich durchgeschaukelt, Wüstenschiffe eben ;-)

 

Wer vom Park wirklich alles sehen will, jede Tiershow besuchen möchte (die übrigens alle kostenfrei sind), sollte am Besten den frühen Hotelbus nehmen! Das Gelände wirkt auf den Plänen zwar überschaubar, doch braucht man, um nicht von A über G nach Z zu hetzen, die volle Zeit bis nachmittags um 17 Uhr die Busse fahren! Es lohnt sich absolut, auch für Familien mit kleinen Kindern oder ältere, da auch (gegen Aufpreis natürlich) elektrische Rollstühle angeboten werden. Um in den Botanikbereich zu gelangen fährt auf dem Gelände sogar auch ein Bus (völlig kostenfrei, über eine kleine Spende für diesen nicht selbstverständlichen Service freut sich der Park).

Gegen ordentlichen Aufpreis kann man zudem einige Events dazu buchen, z.B. kann man mit Seelöwen schwimmen oder mit Lemuren auf Tuchfühlung gehen (sicherlich sehr schön für Freunde der Animationsfilm-Triologie Madagaskar):

 

Ein Punkt für sich ist bei Tierparks ja immer die Tierhaltung. Das, was man im Park zu sehen bekommt, macht einen sehr guten Eindruck, die Flächen sind ausreichend groß für mein Empfinden. Auch werden hauptsächlich die Tiere dort gehalten, die mit dem Klima zurechtkommen. Es zeigt sich hier die Qualität statt Quantität mit möglichst vielen Tieren pro Quadratmeter. Zudem erhält man in die „Tierküchen“ über große Glasscheiben Einblick, wie deren Futter zusammengestellt wird! Alles blitzblank, Fisch und Gemüse werden in Kühlungen gelagert!

Tagesausflug „Inselhighlights“ mit 1-2-fly

Der Reiseveranstalter hat vor Ort neben einer Mappe mit zahlreichen verschiedenen Ausflügen auch eine Top-10 Liste der beliebtesten Touren. Dazu gehören Jeeptouren, Segeln, etc. und die von uns für 47,50 € pro Person gebuchte und professionell geführte Tagestour quer über die Insel mit dem treffenden Namen „Inselhighlights“.

In einem voll ausgebuchten Reisebus begann um 8:40 Uhr die Fahrt (8:20 Uhr war als eigentliche Startzeit etwas blauäugig angegeben, da vor uns schon etliche Hotels angefahren wurden).

Der Bus fuhr dann Richtung Westküste in das kleine Fischerdorf Ajuy mit schroffer Küstenlinie und Piratenhöhlen am Strand. Von dort fuhren wir ins Inselinnere und besuchten mit dem Städtchen Pájara die „Kreisstadt“ der südlichsten Inselgemeinde, in der auch unser Hotel liegt. Dort sah man eine Kaktusfeigenplantage und eine Kirche aus der Zeit, in der die Spanier das Eiland eroberten. Der Reichtum der Hotel-Gemeinde wurde mit üppigen Grünanlagen und restaurierten Fassaden stolz zur Schau getragen. Das nächste Ziel, zu dem wir über teils extrem schmale Passstraßen fuhren und der Busfahrer einen sehr sehr guten Job machte, war der Ort Betancuria, benannt nach dem Inseleroberer Jean de Béthencourt. Das ortsansässige Handwerksmuseum öffnete für unsere Busgruppe seine Tore. Wir sahen eine Diashow mit beeindruckenden Bildern der Insel und ihren Bewohnern. Währenddessen wurden draußen kleine Probiertische aufgestellt. Man konnte diverse Knoblauchsaucen (für Fisch und Fleischgerichte) und Marmeladen, wie auch Honig (vom Kaktus) probieren.
Da noch weitere Ziele auf dem Plan standen, rollte der Bus wenig später weiter in Richtung Valle de Santa Ines, wo ein gemeinsames Mittagessen anstand. Man hatte die Wahl zwischen einem Fischfilet und Hähnchenfleisch, wozu es Kartoffeln und Gemüse gab. Das Essen, wie auch Wein und Wasser waren im Preis für die Tour enthalten und sehr schmackhaft!

Nach einem Kaffee zum Abschluss des Essens, folgte die Fahrt zum vorletzten Ziel: Die Dünen im Norden bei Corralejo mit Blick auf die nur wenige Kilometer entfernte Insel Lanzarote. Auf dem Rückweg zum Hotel hielten wir in Tiscamanita, wo wir auf einer der Aloe Vera-Farmen an einer Führung und Präsentation der Produkte teilnahmen.

Offiziell hieß es, wir wären um 17 Uhr zurück am Hotel aber durch die etwas verlängerten Aufenthalte, kleineren Fotostopps auf den Wegen und die sehr ausführlichen Erläuterungen unserer Reisebegleiterin führten dazu, dass wir gegen 19 Uhr pünktlich zum Abendessen ins Hotel kamen.

Nachbarstadt Jandia (Morro Jable)

Wie zuvor schon erwähnt, liegt die Bushaltestelle vor dem Hotel und zu einem guten Preis von nur 1,30 € pro Person pro Fahrt ist der Bus das priorisierte Verkehrsmittel.

Der Ort Morro Jable, oder auf Touristisch „Jandia“ (Busfahrer wissen, was gemeint ist, aber überall steht in der Regel Morro Jable!), liegt am Südzipfel der Insel. Hier steht ein schöner Leuchtturm und donnerstags lockt ein Afrikanischer Markt mit Souvenirs, Holzkunst, Kleidung und Schmuck - allerdings muss man bedenken, dass die dort angebotenen Rolex -Uhren oder Louis Vuitton-Handtaschen zur Preisen von 30 € wohl kaum mit Echtheitszertifikat den Besitzer wechseln…. ihr wisst, was ich meine ;-)

Es ist natürlich ganz schön über den Markt zu schlendern doch sollte man tunlichst vermeiden allzu lange an den Ständen zu verweilen, ohne etwas kaufen zu wollen. Schnell kommt ein Afrikaner, dem gefühlt der gesamte Markt gehört, auf einen zu und lullt einen ein mit „Oh, beautiful Frau. Schöne Handtasche“, „Mister, original Rolex, für dich special price, mein Freunde“, … Wenn man sich dann aber beherzt von dem Stand losreißen will, kann es schnell dazu kommen, dass der Händler unfreundlich wird. Fotos sollte man darüber hinaus auch keine Machen! Darauf reagieren die Händler mehr als allergisch!

Hat man ein schönes Mitbringsel ins Auge gefasst, z.B. eine schöne geschnitzte Holzmaske, kann man munter den Preis verhandeln und gute Schnäppchen machen.

 

Wer dann der Einkaufsmeile mit Parfümerien, Boutiquen und anderen Geschäften entfliehen will, der sollte sich zum Strand von Jandia begeben. Feinster, weißer Sand, ein tolles türkises Meer und kleine Bistros laden zum gemütlichen Verweilen ein!
 Der Hafen von Jandia ist speziell für Freunde von Schildkröten ein Geheimtipp! Etwas umständlich zu finden und überschaubar klein, wartet er mit einer Schildkrötenaufzuchtstation auf. Da durch den zunehmenden Tourismus die s.g. „Unechte Karett-Schildkröte“ nicht mehr an Fuerteventuras Stränden ihre Eier legt, werden einige auf den Nachbarinseln gesammelt und unter idealen Bedingungen ausgebrütet. Die kleinen Schildkröten werden bis zu dem Zeitpunkt aufgezogen, bis sie bedenkenlos in ihre natürliche Umgebung ausgesetzt werden können und hoffentlich irgendwann wieder auf Fuerteventura ihre Nistplätze finden!

Fazit

Fuerteventura ist keine Partyinsel und bietet keine bunte Flora und Fauna, sondern weist schroffe Landstriche mit vereinzelten kleinen Oasen auf. Wer nach Erholung speziell in unserm kalten Europäischen Winter sucht, findet in Fuerteventura bei angenehmen Temperaturen von 20 °C und aufwärts ideale Bedingungen! Speziell für ältere ein Traumziel über den Winter oder die, denen die Wärme für die Gesundheit zuträglich ist!

Wer aber Spaß und Action sucht, kommt nicht zu kurz! Mountainbike-Touren, Quads, Segeln etc. laden zum Sport ein, wie auch die hoteleigenen Sportangebote!

Tipps

1. Einmal die Woche bietet das Hotel für eine stark begrenzte Teilnehmerzahl Inselspezialitäten zum Abendessen. Das kosten nicht extra aber man muss mit der Anmeldung schnell sein. Wir haben es leider zu spät erfahren.

2. Mit einer größeren Gruppe lohnen sich Großraum-Taxis.

3. Frühjahr bietet ideales Klima, nicht zu heiß, nicht zu kalt!

4. Oasis-Park - jederzeit wieder!!

5. Geführte Touren sind absolut ihr Geld wert!

6. Auf Postunternehmen achten!

7. Busfahrzeiten gelten nicht immer, Wartezeit ist einzuplanen!